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Ein Gefolgsmann des Milosevic-Regimes wird neuer Präsident Serbiens: Tomislav Nikolic siegt bei der Wahl gegen Amtsinhaber Boris Tadic. Die Wahlbeteiligung liegt unter 50 Prozent. Er selbst beteuert, seine Wahl sei "kein Referendum für oder gegen die Europäische Union" gewesen. [mehr]

Tomislav Nikolic hat sich vom serbischen Extremisten zum Demokraten gewandelt. Zwei Jahre lang, von 1998 bis 2000, war er Vizeregierungschef unter dem damaligen Präsidenten Milosevic. Nun wird er selbst nach einem überraschenden Wahlsieg Präsident. [mehr]

Die NATO hat auf ihrem Gipfeltreffen in Chicago den Start eines militärisch und politischen Großprojekts beschlossen: Der Raketenschirm in Europa nimmt den Betrieb auf. Damit sollen Raketen aus feindlichen Staaten abgefangen werden. Doch das Vorhaben ist politisch problematisch, da sich Russland von dem Abwehrschild bedroht fühlt. [mehr]

Keine Einigung zwischen Oskar Lafontaine und Dietmar Bartsch - im Gegenteil: Lafontaine soll den Druck auf die Spitzengremien der Linkspartei erhöht haben. Bei der Suche nach einem neuen Führungsduo für die Linkspartei ist ein Kompromiss derzeit höchst unwahrscheinlich. [mehr]

Nach seinem spektakulären Rauswurf plant Ex-Umweltminister Röttgen angeblich eine öffentliche Abrechnung mit Kanzlerin Merkel. Davor warnt ihn Unionsfraktionschef Kauder. Und er merkt an, dass Röttgen ja schon "manch gutem Rat" nicht gefolgt sei. [mehr]

Thilo Sarrazin ist zurück. Bei Günther Jauch beginnt er die Werbetour für sein neues Buch über den Euro. Eigentlich soll die geballte Wucht von Peer Steinbrück den Provokateur bremsen. Doch dann erledigt Sarrazin das lieber selbst. [mehr]

Sie wollen der Nato die rote Karte zeigen. Tausende marschieren durch Chicago zum Hochsicherheitstrakt des Nato-Gipfels. Zunächst bleibt alles friedlich. Am Ende gibt es dann doch Zusammenstöße. [mehr]

Beim G8-Gipfel wirkt Kanzlerin Merkel mit ihrer Spar-Rhetorik isoliert, beim anschließenden Nato-Gipfel ist es Frankreichs Präsident Hollande, der mit seinem Plan, die französischen Truppen vorzeitig aus Afghanistan zurückzuholen, gegen die Mehrheit steht. Dennoch will die Bundesregierung die Differenzen nicht überbewertet wissen. [mehr]

Die Vorbereitungsphase der neuen Raketenabwehr der Nato ist abgeschlossen, entscheiden die Mitgliedsstaaten der Nato beim Gipfel. Für Russland ist das ein Affront. "Dieses System könnte die Illusion erwecken, dass ein Atomkrieg zu gewinnen ist", sagt der russische Vize-Verteidigungsminister Antonow. [mehr]

Zweieinhalb Jahre nach seiner umstrittenen Freilassung stirbt der mutmaßliche Lockerbie-Bomber. Er soll an dem Attentat auf eine US-Maschine im Jahr 1988 beteiligt gewesen sein, bei dem 270 Menschen starben. Die USA setzen darauf, weitere Täter bestrafen zu können. [mehr]

Indirekt rufen die G8 die Griechen dazu auf, bei den Wahlen am 17. Juni Parteien zu wählen, die weiter mit den internationalen Geldgebern des Landes kooperieren - an diese Bedingung wird der Verbleib Griechenlands in der Eurozone geknüpft. Der einflussreiche Ökonom Krugman sagt, ein Austritt sei unvermeidlich. [mehr]

Zweimal verlor Nikolic bei vergangenen Wahlen gegen Serbiens Präsident Tadic, jetzt dreht der Nationalist den Spieß um. "Ich beglückwünsche ihn zum Sieg", sagt der Unterlegene und räumt das Feld. Nikolic überrascht indes mit Äußerungen zum EU-Beitritt und kündigt ein Mammutprojekt an: Einen hunderte Kilometer langen Kanal zwischen Donau und Agäis. [mehr]

Er und sein Bruder waren in Deutschland zuhause, inzwischen schickt er seine Videos mit Terroraufrufen wohl aus dem pakistanischen Waziristan. Nun ruft der Mann zu Morden an Journalisten und Mitgliedern der rechtsextremen Partei "Pro NRW" auf. Das Innenministerium in Nordrhein-Westfalen nimmt den Fall ernst. [mehr]

Sicherheit ist das übergeordnete Thema des Nato-Gipfels in Chicago. In Zukunft sollen Raketen in der EU mögliche Angriffe aus der Luft abwehren, unbemannte Flugzeuge den Boden überwachen. Russland droht deshalb den USA und fordert öffentliche Gespräche. Das Militärbündnis muss sich derweil mit dem neuen französischen Präsidenten Hollande arrangieren, der wegen seiner Linie von den Taliban gelobt wird. [mehr]

Das pakistanische Ministerium für Informationstechnologie entdeckt beim Kurznachrichtendienst Twitter ungewollte Inhalte - und sperrt die Seite landesweit. Im Jahr 2010 war die Behörde bei anderen Seiten genauso vorgegangen. [mehr]

Er war verantwortlich für den Tod von 270 Menschen: Der libysche Agent Abdelbaset al-Megrahi, der als einziger für den Anschlag auf ein US-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie verurteilt wurde, stirbt in Tripolis. Der Attentäter diente dem Gaddafi-Regime bis zuletzt als Propaganda-Figur. [mehr]

Die Idee einer Kultur-Flatrate löst bei Berufskünstlern das kalte Grausen aus. Schließlich wollen sie von ihrer Arbeit leben können. Das scheinen jetzt auch die Piraten begriffen zu haben und bemühen sich, mit der Szene ins Gespräch zu kommen. Schließlich wolle niemand deren Rechte komplett abschaffen, so Parteichef Schlömer. [mehr]

Bis jetzt hat der gefeuerte Umweltminister Röttgen geschwiegen. Doch schon bald will er die Darstellung seines Rauswurfs nach der verlorenen NRW-Wahl korrigieren. Zudem lässt er durchsickern: Kanzlerin und Parteichefin Merkel muss sich weiter mit ihm arrangieren. Aus der CDU-Spitze will er jedenfalls nicht kampflos weichen. [mehr]

Über Wochen ist ungewiss, wie es mit dem blinden chinesischen Bürgerrechtler Chen weitergeht. Er will seine Heimat verlassen, doch Peking stellt sich quer. Nach einem diplomatischen Schlagaustausch gibt China klein bei und erlaubt Chen die Ausreise. Von jetzt an lebt der 40-Jährige in New York. [mehr]

Kanzlerin Merkel will weiter sparen, die übrigen der G8 nicht. Weil sich Deutschland nicht bewegt, belassen es die Staats- und Regierungschef der führenden Industrienationen zum Abschluss des Gipfels bei einer allgemeinen Erklärung. US-Präsident Obama und der neue französische Staatschef Hollande hatten sich mehr versprochen. [mehr]

So richtig Druck machen kann US-Präsident Obama beim G8-Gipfel nicht. Als Gastgeber ist er - zumindest nach außen - auch Vermittler. Bundeskanzlerin Merkel ist es recht. Sie macht in ländlicher Abgeschiedenheit ihren Punkt. Genauso wie die anderen. Und Griechenland wird der Rücken gestärkt. [mehr]

Mit Krawallen hatte die Polizei gerechnet - doch der Frankfurter Protest von "Blockupy" verläuft friedlich. Mit Liedern und einem bunten Aufzug ziehen die Kapitalismuskritiker bei Sonnenschein durch die Bankenmetropole. Die Gewaltbereiten sind massiv von Polizisten umzingelt. [mehr]